Die Geschichte des Vereins für Deutsche Spitze e. V.

Verein für Deutsche Spitze

Es war im April 1899 als Charles Kammerer aus Wien, nach einem früheren vergeblichen Versuch von Oskar Wirth aus Eulau bei Pegau, in der Zeitschrift „Hundesport und Jagd" durch einen Aufruf zur Gründung eines Vereins für deutsche Spitze aufforderte. Kammerers Versuch war von Erfolg begleitet und im Oktober 1899 trat der Verein für deutsche Spitze ins Leben. Er wurde gegründet zu dem Zwecke, die Zucht der verschiedenen Arten der deutschen Spitze zu erhalten und zu veredeln und die Liebhaberei für diese Rasse auf alle nur erdenkliche Art zu fördern. 

Generalversammlungen 1900 bis 1969

Die Generalversammlungen des Vereins für Deutsche Spitze sind und waren Wegweisend für die Zucht des Deutschen Spitzes. Daher nachfolgend eine Auflistung der ersten 36 Generalversammlungen. Zur Übersich und besseren Auffindbarkeit wurden die Zuchtentscheidenen Abstimmungen farbig hervorgehoben.

1. Generalversammlung 1900

Die erste Generalversammlung fand am 30. September 1900 im Hotel Großmann zu Frankfurt a .M. statt, den Vorsitz führte Carl Wolfsholz jr., Elberfeld. An dieser denkwürdigen ersten Generalversammlung nahmen teil die Herren: Förster aus Gießen, Löhr aus Heddernheim, Luban aus Burg (Wupper), Kammerer aus Wien, Mauer aus Frankfurt a. M. Als 1. Vorsitzender wurde Fritz Reimann aus Elberfeld, als 2. Vorsitzender Charles Kammerer aus Wien, als Schrift- und Stammbuchführer Carl Wolfsholz jr. aus Elberfeld, gewählt. Die von Fritz Reimann und Carl Wolfsholz ausgearbeiteten Satzungen und Rassezeichen wurden genehmigt und die Führung des deutschen Spitzzuchtbuches (D. Sp. Z. B.) beschlossen.

2. Generalversammlung 1901

Die zweite Generalversammlung fand am 15. Mai 1901 statt im Städt. Viehhof in Elberfeld. Auf dieser Versammlung wurde als Vereinssitz Elberfeld bestimmt.

3. Generalversammlung 1902

Die dritte Generalversammlung wurde am 14. September 1902 in München abgehalten. Zum 1. Vorsitzenden wurde Dr. R. v. Uhden, Neudamm, gewählt. Die Generalversammlung beschloß: „Offiziell vom Verein anerkannte Richter müssen dem Verein als Mitglied angehören oder müssen sich verpflichten, Mitglieder zu werden„. Vorgeschlagen wurden als Richter: Fritz Reimann, Elberfeld; C. Wolfsholz jr., Elberfeld; E. v. Otto, Marienhof; Hermann Förster, Gießen; Charles Kammerer, Wien; Dr. L. Meyer, Stuttgart.

 

4. Generalversammlung 1903

Die vierte Generalversammlung war auf den 6. Juli 1903 nach Frankfurt am Main einberufen. Beschluß: Eine Broschüre „Der Deutsche Spitz“ soll herausgegeben werden. Die von Carl Wolfsholz entworfenen Eintragungsbedingungen für das deutsche Spitzzuchtbuch werden angenommen. 

5. Generalversammlung 1904

Die fünfte Generalversammlung fand am 15. Mai 1904 im neuen Stadttheater restaurant in Köln a. Rh. statt. Von der Generalversammlung wurde folgende Richterliste aufgestellt: H. Förster, Gießen; Charles Kammerer, Wien; Dr. L. Meyer, Stuttgart; E. v. Otto, Holzbach; Albert Latz, Euskirchen; Fr. Reimann, C. Wolfsholz jr., Elberfeld; C. Fröhlingsdorf, Elberfeld. 

6. Generalversammlung 1905

Die sechste Generalversammlung fand am 4 Mai 1905 im Schützenhaus zu Hannover statt. Fritz Quidde, Detmold, wird zum Schriftführer gewählt. Der von Carl Wolfsholz jr. vorgelegte Entwurf der Broschüre wird genehmigt und ihm der Dank des Vereins ausgesprochen. Es wird beschlossen, entgegen der bestehenden Rassekennzeichen, den Mittelschlag (27 - 39cm) vorläufige anzuerkennen.[1] 

7. Generalversammlung 1906

Die siebte Generalversammlung tagte am 16. Juli 1906 in Großmanns Hotel zu Frankfurt a. M. Auf einen Antrag von Wolfsholz, Elberfeld, auch braun, blau und fuchsrot als Farbenvarietät anzuerkennen, gescheckte bei großen Spitzen auszuschließen, bei Kleinspitzen aber die gescheckten stets nachzusetzen, wird beschlossen, alle Farben beim Spitz anzuerkennen, also auch die gescheckten. Gescheckte Spitze sind unter andersfarbig aufzuführen. Ein Antrag auf Anerkennung des Mittelspitz wird abgelehnt.[2]

8. Generalversammlung 1907

Die achte Generalversammlung war auf den 25. Mai 1907 nach dem Schützenhaus zu Hannover einberufen. Es wird das Amt eines 2. Schriftführers neu geschaffen. Zum 1. Schriftführer wird Herr Campe, Hannover, zum 2. Schriftführer Herr Dördelmann, Hannover gewählt. Es wurde die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister sowie eine neu überarbeitete Satzung beschlossen. Ferner wurde bestimmt, in Zukunft möglichst auf Größe zu züchten und als Normalgröße für Wolfsspitze 45 cm, für alle anderen Farben bei großen 40 cm Schulterhöhe anzustreben. Es entspann sich eine große Debatte über den Kopftyp des Spitzes. Betont wurde, daß es unmöglich sei, zu dulden, nämlich: 1. den Kopftyp „starker Stirnabsatz und stark gewölbte Stirn und Backen", wie bisher in den Rassezeichen vorgeschrieben, oder 2. den Wolfstyp, wie ihn die besten Rassevertreter zeigen. Bei der Abstimmung wurde gegen Wolfsholz, Elberfeld, einstimmig beschlossen, daß für die Zukunft bei sämtlichen großen Spitzen ein einheitlicher Kopftyp (Wolfsspitzkopf) anzustreben sei. Ferner wurde die Einführung eines neuen Vereinszeichens nach
einem neuen Modell wird beschlossen. 

9. Generalversammlung 1908

Carl Wolfsholz

Die neunte Generalversammlung fand am 14. November 1908 in Berlin unter Teilnahme von 25 Mitgliedern statt. Als Neuerung wurde die Herausgabe von monatlichen Mitteilungen beschlossen. Bei der Vorstandswahl wurde der bisherige Vorsitzende, Herr Amtsgerichtsrat Dr. v. Uhden, zum Ehrenvorsitzenden ernannt und Herr Förster, Frankfurt/M., wurde 1. Vorsitzender. Charles Kammerer, Wien, wurde 2. Vorsitzender, Kunibert Scharke, Plauen, 1. Schriftführer, W. Dördelmann, Hannover, 2. Schriftführer, R. Teutschbein, Delitzsch, Kassierer, Josef Zausinger; Salzbuch, Stammbuchführer. Zum Ehrenmitglied wurde einstimmig ernannt: C. Wolfsholz, Elberfeld. In dieser Generalversammlung wurde die Bildung von Ortsgruppen beschlossen. An Orten, wo sich wenigstens vier Mitglieder befinden, können Ortsgruppen in Abhängigkeit vom Verein gebildet werden. Die Fassung des § 6a der Satzungen wurde geschaffen. Sie bestimmt Rechte und Pflichten der Ortsgruppe.

10. Generalversammlung 1909

Die 10. GV. fand am 18. April 1909 im Restaurant „Großer Fels“ in Mannheim statt. Ab 18. April 1909 heißt die offizielle Benennung des Vereins: „Verein für Deutsche Spitze, Sitz Frankfurt am Main„. Der Verein meldete seinen Eintritt in das Kartell an. Prof. Dr. Meyer, Stuttgart, wird zum Ehrenmitglied ernannt. Ein Antrag Finnische und chinesische Spitze (Tschau-Tschau) in das Arbeitsgebiet des Vereins zu übernehmen, wird abgelehnt.  

Außerordentliche Generalversammlung 1909

Am 5. Dezember 1909 fand eine außerordentliche GV. im Grünen Baum zu Leipzig statt. Neuwahl des Vorstandes: 1. Vorsitzender: R. Teutschbein, Tierarzt in Delitzsch, 2. Vorsitzender: Charles Kammerer in Wien, 1. Schriftführer: W. Dördelmann, Hannover, Stammbuchführer: Fritz Quidde, Detmold, Kassierer: Dr. Manger, Ingolstadt. Die Schriftleitung der Spitzmitteilungen übernimmt an Stelle von H. Förster-Frankfurt a. M. der 1. Schriftführer K. Scharke, der dieses Amt verdienstvoll bis zu seinem am 30. März 1918 bei Lassigny erfolgten Tod bekleidete. 

 

11. Generalversammlung 1910

Die 11. GV. war am 24. April 1910 in der Ausstellungshalle in Dresden. Unter allgemeinem Beifall der Versammlung wird die Aufnahme in das Kartell der Stammbuchführenden Spezial-Clubs bekanntgegeben. Die Verschmelzung des Spitzer-Clubs, Frankfurt/Main, mit dem Verein für Deutsche Spitze wird am 23. Dezember 1910 auf Grund längerer Einigungsverhandlungen durchgeführt.

12. Generalversammlung 1911

Die 12. GV tagte am 19. März 1911 im Hotel Prinz Heinrich in Frankfurt/Main. Durch Zuruf wird der alte Vorstand wiedergewählt und Herr Schäfer, Eschborn, als Kartellvertreter bestimmt. Die Satzungen werden in § 3 Buchstabe C Ziffer 4 dahin geändert, daß für den Ausschluß eines Mitgliedes ein Ehrenrat bestimmt wird, der aus dem 1. Vorsitzen-den und zwei Herren der Frankfurter Ortsgruppe gewählt wird.

13. Generalversammlung 1912

Die 13. GV. fand am 19. Mai 1912 im Hotel Russischer Hof in Hannover statt. Herr Pfisterer, Stuttgart, wird als Preisrichter anerkannt.

14. Generalversammlung 1913

Die 14. GV. tagte am 16. März 1913 in Frankfurt/Main. Bei der Neuwahl des Vorstandes traten keine Änderungen ein, nur wird an Stelle Dördelmanns Herr Rachlitz aus Frankfurt als 2. Schriftführer gewählt. Außerdem wurden zwei Kassen-Revisoren und drei Ehrenratsmitglieder benannt.

15. Generalversammlung 1914

Die 15. GV. fand am 12. April 1914 im Hotel Kronprinz in Mannheim statt, die von 22 Mitgliedern besucht war. Auf dieser Versammlung wurde ein Vereinsmitgliederbestand von 178 Personen festgestellt. Ein Antrag Scharke, Magdeburg: Den jeweiligen Ort der GV. bestimmt der Vorstand, wurde angenommen. Die Mitgliederzahl sank im ersten Weltkrieg immer mehr, 1917 hatte sie die niedrigste Ziffer von 32 Mitgliedern erreicht. Nach Kriegsschluß belebte sich der Verein allmählich wieder, und im Herbst 1919 stieg die Mitgliederzahl wieder auf 128.

16. Generalversammlung 1919

Die 16. GV. tagte am 27. September 1919 zu Stuttgart-Gaisburg. In den Vorstand wurden gewählt: 1. Vorsitzender: Christian Schade, Calw b. Stuttgart, 2. Vor-sitzender: Charles Kammerer, Wien, 1. Schriftführer und Leiter der Vereinsgeschäftsstelle: C. A. Blume, Bremen, 2. Schriftführer: Carl Schneider aus Stuttgart, Kassierer: Dr. med. Manger aus Ingolstadt, Stammbuchführer: Fritz Quidde aus Detmold, Ersatzmann: Bernhard Lorch aus Wiesbaden, Kartellvertreter: Christian Schade aus Calw, Ersatzmann: Fritz Lucas aus Essen, Schriftleitung der Spitzmitteilungen: Dr. med. Manger aus Ingolstadt, Ehrenrat: Dr. R. v. Uhden und Carl Laub, Stuttgart. Es wurde beschlossen, den Verein in das Vereinsregister eintragen zu lassen. Die Urschrift der 2. Auflage der Broschüre konnte vom Berichterstatter Carl Wolfsholz vorgelegt werden. Neben ihm haben Amtsgerichtsrat Dr. v. Uhden, Rechnungsrat Seydel, Wieprecht und Dr. Manger gearbeitet. Die Urschrift soll in Reinschrift hergestellt werden und vor Drucklegung nochmals von einer Kommission überprüft werden, die aus den Mitgliedern Schaile, Wolfsholz, Dr. v. Uhden, Rechnungsrat Seydel, Fritz Quidde und Dr. Manger besteht. Tierarzt Teutschbein wird Kapitel 13 „Rassekennzeichen„, 9 „Aufzucht, Erziehung und Pflege“ und „Züchten„ einer fachmännnischen Kritik und Prüfung unterziehen und Kapitel 11 neu bearbeiten.

17. Generalversammlung 1920

17. GV, am 18. September 1920 zu Leipzig. Der Verein hat um mehr als hundert Mitglieder zugenommen und zählt 232 Mitglieder. Durch Herrn Mauer und Schecker wurde die alte Ortsgruppe Frankfurt/Main und durch Herrn Bender die Ortsgruppe Mannheim wieder aufgerichtet. Herrn Wolfsholz ist es gelungen, im Verein mit Herrn Adrian die Landesgruppe Rheinland und Westfalen zu gründen. Die Drucklegung der 2. Auflage der Spitzbroschüre wird beschlossen. Die Satzungen werden wegen Neudrucks durchberaten, geändert und ergänzt. Der Verein führt den Namen „Verein für Deutsche Spitze“, eingetragen wird er beim Amtsgericht Ingolstadt, daher Sitz Ingolstadt im Sinne des Gesetzes. Als weiterer Vereinszweck wird die Ausbildung von Blindenhunden in die Satzungen aufgenommen. Wichtig ist der Zusatz zu § 3 der Satzungen: Ausgeschlossen sind gewerbsmäßige Hundehändler und Leute, die nachweislich sich mit dem An- und Verkauf nicht selbstgezüchteter Hunde in gewinnsüchtiger und unreeller Absicht abgeben oder beschäftigen. Vorstand im Sinne des BGB ist der 1. Vorsitzende und bei dessen Verhinderung der 2. Vorsitzende. Die GV, wird nunmehr alle zwei Jahre abgehalten. Bei einer Ortsgruppe sollen wenigstens 4, bei einer Landesgruppe wenigstens 20 Mitglieder vorhanden sein. Der Verein besteht so lange, als sich noch 10 Mitglieder in einer GV oder durch schriftliche Erklärung auf Umfrage für den Fortbestand des Vereins aussprechen. Der 1. Vorsitzende des Vereins, Herr Schade, Calw, vertrat am 10. Dezember 1920 auf dem Kartelltag zu Würzburg die Interessen des Vereins so erfolgreich, daß dem Zwerghund-Klub Berlin die Eintragung der Zwergspitze in das Zwerghunde-Stammbuch abgesprochen und dem Verein für Deutsche Spitze für das Deutsche Spitz-Zuchtbuch zugesprochen wurde.

18. Generalversammlung 1922

Die 18. GV. fand am 25. Mai 1922 in Düsseldorf statt. Die dort getätigte Vorstandswahl ergab folgendes Ergebnis:
1. Vorsitzender: Max Adrian, Barmen, 2. Vorsitzender: O. Winkler, Elberfeld, 1. Schriftführer: Oskar Braun, Hoechst, 2. Schriftführer: Karl Schneider, Stuttgart, Kassierer: Dr. Manger, Ingolstadt, Zuchtbuchführer: Bernhard Lorch, Wiesbaden. Es wurde der Beschluss gefasst, den Zwergspitz in Kleinspitz umzubenennen [3]. 


19. Generalversammlung 1925

19. GV., abgehalten am 9. Mai 1925 in Stuttgart. An Stelle des inzwischen erkrankten Herrn Adrian leitet Herr Dr. Gores die von 54 Mitgliedern besuchte Versammlung. Es wurde folgende Entschließung angenommen: Sämtliche Vorsitzenden oder deren Vertreter aus den Landesgruppen gehören als Beisitzer dem Vorstand des Hauptvereins an und sind stimmberechtigt. Der bisherige Vorstand wurde mit Herrn Dr. Gores als Vorsitzenden wiedergewählt (einstimmig).

 

20. Generalversammlung 1927

20. GV., in Köln, stattgefunden Pfingstmontag, den 6. Juni 1927. Der bisherige Vorstand wird einstimmig wiedergewählt. Ein Antrag auf Einführung des Mittelspitzes wird abgelehnt. Ferner wurde beschlossen, ab 1. Januar 1928 nur noch Spitze einzutragen, von denen beide Elterntiere eingetragen sind.

 

21. Generalversammlung 1929

Die 21. GV. fand am 15. September 1929 in Frankfurt statt. Die Herren Dr. Manger und Bernhard Lorch scheiden freiwillig aus dem Vorstand aus. Als Kassierer wird Herr Josef Baier, Regensburg, und als Zuchtbuchführer Herr Müller, Frankfurt, gewählt. Der bisherige Zuchtbuchführer, Herr B. Lorch, wird zum Ehrenmitglied ernannt.

22. Generalversammlung 1931

Dr. med. vet. E. Miller
Dr. med. B. Manger

22. GV., abgehalten in Bochum am 26. Juli 1931. Der verdienstvolle Vorsitzende Dr. Gores legt sein Amt nieder und schlägt zu seinem Nachfolger den früheren Kassierer, Herrn Dr. Manger, vor, der einstimmig gewählt wird. Als 2. Vorsitzender wurde Herr Dr. Miller, Borken, vorgeschlagen und gewählt. Für den infolge Krankheit zurückgetretenen 1. Schriftführer wählte die Versammlung Herrn Sassenberg, Troisdorf. Die übrigen Vorstandsmitglieder blieben im Amt.

 

 

23. Generalversammlung 1933

Vorstand des Verein für Deutsche Spitze 1933 - 1946

Die 23. GV wurde am 9. Juli 1933 in Ulm abgehalten und stand infolge der großen politischen Umwälzung im Zeichen der Gleichschaltung. Der bisherige Vorstand wurde wiedergewählt, mit Ausnahme von Herrn Dr. Miller, der sein Amt als 2. Vorsitzender zur Verfügung stellte. An dessen Stelle wurde als 2. Vorsitzender Herr Dr. Schulz, Berlin, gewählt.

Durch die inzwischen erfolgte Neuregelung innerhalb des Hundewesens war es erforderlich, für den 3. Dezember 1933 eine GV. einzuberufen. Dieselbe fand in Stuttgart statt. Die neuen Vorschriften bedingten eine Änderung der Satzungen. Aus Vereinen wurden Fachschaften gebildet, deren Mitglieder sich einen Obmann wählten. Der gewählte Obmann beruft seine Mitarbeiter selbst. Als Reichsobmann wurde Herr Dr. Manger einstimmig wiedergewählt, der seine Mitarbeiter wie folgt benannte: 1. Stellvertreter: Herr Lehmann, Stuttgart, 2. Stellvertreter: Herr Dir. Schulz, Berlin, Schriftleiter: Herr Amtsgerichtsrat Dr. v. Uhden, Neudamm, Schriftwart und Geschäftsstelle: H. Sassenberg, Troisdorf, Kassenwart: Herr J. Baier, Regensburg, Zuchtwart: Herr Müller, Frankfurt.

 

24. Generalversammlung 1936

Gelegentlich der Reichssieger-Ausstellung fand die 24. GV. am 25. April 1936 in Köln-Deutz statt. Der bisherige Reichsobmann wurde bei 38 Wahlberechtigten mit 36 Stimmen wiedergewählt. Derselbe berief seine jetzigen Mitarbeiter wieder, mit Ausnahme des Kassenwarts, Herrn Baier, der leider kurze Zeit vorher im besten Mannesalter verstorben war. An seiner Stelle wird Frau Baier, Regensburg, die Kassengeschäfte weiterführen. Wie der Obmann der Fachschaft Dr. Manger berichtete, stehen die Kleinspitze und Wolfsspitze in Qualität und Menge züchterisch sehr hoch. Um keine Einbuße an Typ und Wesen zu erleiden, warnte Herr Dr. Manger davor die Kleinspitze zu klein und die Wolfsspitze zu groß zu züchten, dem allseitig zugestimmt wurde. Die Rassekennzeichen werden dahingehend geändert, daß beim Kleinspitz der Wortlaut "je kleiner, je besser, jedoch kein Krüppel" in Fortfall kommt.

25. Generalversammlung 1947

Durch den Krieg bedingt, konnte die nächste (25.) Generalversammlung erst am 20. September 1947 stattfinden. Dieselbe wurde in Köln abgehalten und war von 51 Delegierten besucht. Der Geschäftsführende Vorsitzende, Sassenberg, eröffnete die Versammlung und gab bekannt, daß von den letzten Vorstandsmitgliedern die Herren Dr. Manger, Dr. v. Uhden, Baier, Regensburg und Müller, Frankfurt verstorben sind. Die Neuwahl des Vorstandes ergab folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender: Dr. Klein, Köln, Geschäftsführender Vorsitzender: H. Sassenberg, Troisdorf, Kassierer: Richter, Regensburg, Zuchtbuchführer: Dr. Heller, Mülheim-Ruhr. 
Es wurde ein Antrag angenommen, daß ab 1. 7. 1948 nur noch Spitze zur Zucht zugelassen werden, die von einem anerkannten Richter mindestens die Wertnote "Gut" er halten haben.  Zudem wurde die Bildung einer Auslesegruppe beschlossen, und die Bedingungen für die Vergebung der Siegertitel ab 01.01.1948 neu festgelegt:  Erringt ein Spitz auf Sonder- oder Spezialausstellungen dreimal die Sieger-Anwartschaft unter drei verschiedenen Richtern, so erhält er den Siegertitel. Siegertitel dürfen nur an überragende Hunde vergeben werden. Die Vergebung erfolgt für je ein Rüde und Hündin an große Spitze und je ein Rüde und Hündin an Kleinspitze, ohne Rücksicht auf deren Farben. Ein Belegen der Hündinnen soll nicht vor der zweiten Hitze erfolgen. Ferner dürfen nicht mehr als drei Hitzen hintereinander ausgenutzt werden. Das Mindestalter für Deckrüden muß bei Kleinspitzen 15 Monate, bei Wolfsspitzen und Großspitzen 18 Monate betragen. Wird gegen diese Vorschrift verstoßen, so wird der Wurf nicht eingetragen. Ferner wurde beschlossen, daß mit sofortiger Wirkung keine Spitze mehr registriert werden.

26. Generalversammlung 1949

Die 26. GV. fand am 19. Juli 1949 in Mannheim statt. Durch den inzwischen erfolgten Tod des Kassierers, Herrn Richter, gab der kommissarisch eingesetzte Kassierer, Herr Zintl, einen Kassenbericht, der leider einen Fehlbetrag ergab. Aus Anlaß des 50jährigen Bestehens des Vereins für Deutsche Spitze gab der Geschäftsführer einen kurzen Bericht über Aufbau und Werdegang des Vereins. Der vorherige Vorstand wurde wiedergewählt.

27. Generalversammlung 1951

Am 8. April 1951 fand die 27. GV. in Frankfurt statt. Etwa drei Wochen später legte die Landesgruppe Bayern Einspruch gegen die Wahl des 1. Vorsitzenden ein, weil zwischen den zwei vorgeschlagenen Kandidaten eine Stichwahl hätte stattfinden müssen. Dieser Einspruch war rechtlich begründet und infolgedessen die Wahl des 1. Vorsitzenden für ungültig erklärt worden.

Außerordentliche Generalversammlung 1951

Daraufhin wurde am 14. Oktober 1951 eine außerordentl. 28. GV. ebenfalls nach Frankfurt einberufen. Die Neuwahl des Vorstands ergab folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender: Fritz Heß, Mannheim, Geschäftsführender Vorsitzender: H. Sassenberg, Troisdorf, Kassierer mit gleichzeitiger Führung der Zuchtbuchkasse: Karl Schmidt, Recklinghausen, Zuchtbuchführer: Fr. Dr. Klein, Köln, Schriftleiter: Josef Hennecke, Köln, Hauptzuchtwart: Heinz Schwaderer, Stuttgart. Auf dieser GV. wurde die Gründung unserer heutigen Vereinsnachrichten beschlossen, und Herr Hennecke, Köln, mit der Durchführung dieser Aufgabe als Schriftleiter beauftragt. Gleichzeitig wurden grundsätzliche Änderungen der Vereinssatzungen und die Eintragung ins Verseinsregister beschlossen, die von Herrn Schmidt, Recklinghausen, entworfen waren.


28. Generalversammlung 1953

Die 28. GV. wurde zu Köln am 9. Mai 1953 gelegentlich der Kölner Ausstellung abgehalten. Infolge längerer Krankheit und des inzwischen eingetretenen Todes der Zuchtbuchführerin, Fr. Dr. Klein, wurden die Arbeiten des Zuchtbuchamtes der Vereinsgeschäftsstelle in Troisdorf übertragen. Nach einem Bericht des Geschäftsführers ist in der Wolfs- und Großspitzzucht leider ein starker Rückgang zu verzeichnen. Auf allseitigen Wunsch der Generalversammlung wurde beschlossen, die Neuauflage des Buches „Der Deutsche Spitz in Wort und Bild„ herauszugeben. Herr Schriftleiter Hennecke, Köln, wurde mit der Durchführung der 4. Auflage beauftragt. Ferner wurde beschlossen, das Eintrittsgeld in Höhe von 5,- DM den Ortsgruppen zu belassen, dafür jedoch die Gebühren für. die Ahnentafeln auf 2,- DM je Stück zu erhöhen. Als Ehrenmitglieder wurden ernannt: Frau Diehl, Godesberg, Frau Sassenberg, Troisdorf, Herr Kraus, Tübingen, Herr Bihlmaier, Kornwestheim, Herr Klein, Vaihingen, Herr Gunzenhäuser, Stuttgart. Der bisherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Das Zuchtbuchamt wurde Frau Sassenberg, Troisdorf, übertragen. Auf einen Antrag „Anerkennung von Richtern und Richteranwärtern“ wird beschlossen, die Entscheidung dem Vorstand zu überlassen.

29. Generalversammlung 1955

Am 24. April 1955 fand in Wiesbaden die 29. GV. statt. Auf dieser Veranstaltung wurde ein Antrag auf Anerkennung der Mittelspitze, wie schon öfters, abgelehnt. Ebenfalls fand der Antrag, die Bewertung der Spitze nach Punkten und von zwei Richtern vornehmen zu lassen, eine Ablehnung. Ein Antrag, die Siegertitel an jede Farbe zu vergeben, wurde ebenfalls abgelehnt. Zum Punkt „Neuwahl des Vorstandes„ kam aus der Versammlung der Vorschlag, den Vorstand in der bisherigen Zusammensetzung wiederzuwählen, dem einstimmig entsprochen wurde. Selbiger setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender: Fritz Heß, Mannheim, Geschäftsführender Vorsitzender: H. Sassenberg, Troisdorf, Kassierer: K. Schmidt, Recklinghausen, Zuchtbuchführerin: Frau Sassenberg, Troisdorf, Schriftleiter: J. Hennecke, Köln, Hauptzuchtwart: Heinz Schwaderer, Stuttgart.

30. Generalversammlung 1957

1957 Auf der von 65 Mitgliedern besuchten, in Köln stattgefundenen 30. GV. wurden nachstehende wichtige Beschlüsse gefaßt:

1. Mitgliedern, die Hundehändler beliefern, wird das Zuchtbuch gesperrt. 2. Wurde eine neue Zucht- und Eintragungsbestimmung genehmigt. 3. Wurden auf Vorschlag des Hauptzuchtwarts, Herrn Schwaderer, Stuttgart, die Rassekennzeichen für unsere Spitze farbmäßig wie folgt geändert: Die Farbbezeichnung „andersfarbig“ kommt mit Wirkung vom 1. 1. 1958 in Fortfall. Die Kleinspitze dürfen ab dann nur in den Farben schwarz, weiß, braun, grau und orange gezüchtet werden. Eine Paarung der Farbschläge außer schwarz mit braun ist nicht mehr gestattet. Bei den Großspitzen sind die Farben grau, schwarz, weiß und braun zugelassen.

31. Generalversammlung 1959

Am 28. Februar und 1. März 1959 fand die 32.Generalversammlung und anschließend die Jubiläumsfeier des 60. Stiftungsfestes in Mannheim statt. Der bisherige Vorstand wurde in seiner alten Besetzung wiedergewählt. Am Sonntag, dem 1. März 1959 fand in der Wandelhalle des Rosengartens zu Mannheim die Jubiläumsausstellung statt. Diese Ausstellung war mit 175 Tieren beschickt und war ein großer Erfolg. Am 5. November 1959 starb Fritz Heß im Alter von 57 Jahren. Nach dem Tode des Ersten Präsidenten, Fritz Heß, wurde auf Beschluß des Hauptvorstandes Sportfreund Adolf Reinemer zum kommissarischen 1. Präsidenten bestellt. Der damalige Hauptzuchtwart, Sportfreund Heinz Schwaderer, hatte dem Haupt-vorstand mitgeteilt, daß er infolge beruflicher Überlastung und Krankheitsfällen in der Familie nicht in der Lage sei, die Aufgaben des Hauptzuchtwartes so zu bearbeiten, wie es im Interesse des Vereins notwendig wäre. Auf Beschluß des Hauptvorstandes in seiner Sitzung vom 13. 11. 1960 übernahm der geschäftsführende Präsident, Sportfreund Heinrich Sassenberg, bis zur Generalversammlung das Amt des Hauptzuchtwarts.

32. Generalversammlung 1961

Am 23. April 1961 fand die 32. ordentliche Generalversammlung in Troisdorf statt. In den Hauptvorstand wurden berufen: Adolf Reinemer als 1. Präsident, Heinrich Sassenberg als 2. geschäftsführender Präsident, Frau Sassenberg als Zuchtbuchführerin, Karl Schmidt als Hauptkassierer, für den ausgeschiedenen Hauptzuchtwart Heinz Schwaderer wurde Adolf Mürr, Berlin, gewählt. Als Schriftleiter wurde Sportfreund Josef Hennecke per Akklamation wiedergewählt. Auf dieser Generalversammlung überreichte der 1. Präsident im Auftrage des VDH Sportfreund Josef Hennecke und Sportfreund Karl Schmidt für besondere Verdienste die goldene Ehrennadel des VDH. Die Amtsbezeichnung Hauptkassierer wurde in Schatzmeister umgewandelt.

33. Generalversammlung 1963

Am 28. April 1963 fand wiederum in Troisdorf die 33. ordentliche Generalversammlung statt. Der bisherige Vorstand wurde wiedergewählt. Der Antrag, bei Ammenzucht mehr als 6 Welpen einzutragen, wurde abgelehnt. Ferner wurde beschlossen, alle 2 Jahre eine Spezialausstellung für Deutsche Spitze abzuhalten in Verbindung mit einer Richterschulung. Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt die Sportfreunde Peter Trunk, Frankfurt/M., Frau Dr. Bein, Holz bei Blecher, Fritz Krug, Bonn, sowie Christian Scheytt, Stuttgart-Stammheim. Nach dem Tode von Adolf Mürr wurde seine Frau, Charlotte Murr, kommissarisch mit dem Amt des Hauptzuchtwarts betraut. Am 1. März 1964 trat Sportfreund Heinrich Sassenberg von seinem Amt als geschäftsführender Präsident zurück. Anläßlich seines 65. Geburtstages wurde er wegen seiner hervorragenden langjährigen Verdienste zum Altmeister der deutschen Spitzzucht erklärt. Nach Ausscheiden des Sportfreundes Heinrich Sassenberg wurde Sportfreund Heinz Frischmuth, Oer-Erkenschwick, vom erweiterten Vorstand zum kommissarischen geschäftsführenden Präsidenten gewählt. Am 1. Januar 1965 wurde das sogenannte zeitnahe Zuchtbuch eingeführt.

34. Generalversammlung 1965

Die 34. Generalversammlung fand am 16. Mai 1965 in Troisdorf statt. Als Vor-standsmitglieder wurden gewählt: Adolf Reinemer, 1. Präsident, Heinz Frischmuth, 2. geschäftsführender Präsident, für die ausgeschiedene Frau Sassenberg wurde Oskar Henze als Zuchtbuchführer gewählt. Für die ausgeschiedene Frau Charlotte Mürr wurde Robert Poensgen als Hauptzuchtwart gewählt. Schatzmeister Karl Schmidt und Schriftleiter Josef Hennecke wurden per Akklamation wiedergewählt. Auf dieser Generalversammlung wurde zwecks Ausarbeitung neuer Satzungen unter dem Vorsitz des Schriftleiters Josef Hennecke eine Satzungskommission gebildet. Weiter wurde ein Antrag des Hauptvorstandes über den VDH an die Generalversammlung des FCI auf Trennung zwischen Groß- und Wolfsspitzen der Standardkommission in Paris zur weiteren Behandlung überwiesen. Am 21. November 1965 ist Heinrich Sassenberg verstorben. Am 25. November 1965 wurde Heinricht Sassenberg, der Altmeister der deutschen Spitzzucht unter großer Beteiligung der Bevölkerung und vieler Spitzfreunde in Troisdorf beerdigt. Zur Erinnerung an seine vorbildlichen Leistungen hat der Hauptvorstand beschlossen, die alle 2 Jahre stattfindende große Vereinsschau der deutschen Spitze unter dem Namen „Heinrich Sassenberg-Gedächtnisschau„ zu führen. Die Gedächtnisschau fand am 17. April 1966 in Braunschweig statt.

35. Generalversammlung 1967

Am 7. Mai 1967 fand die 35.Generalversammlung in Frankfurt-West statt. Auf dieser Generalversammlung wurden die neuen Satzungen genehmigt. Des weiteren wurde der Jahresmitgliedsbeitrag von 10,— DM auf 20,— DM erhöht und von der Generalversammlung genehmigt. Als neuer Hauptvorstand wurden gewählt: Herbert Bitter, 1, Präsident, Werner Jäger, 2. geschäftsführender Präsident, Robert Poensgen, Hauptzuchtwart und Richterobmann. Das Amt des Richterobmannes wurde erstmalig eingeführt. Schatzmeister Rudolf Schmidt, Schriftleiter Joseph Hennecke. Sportfreund Adolf Reinemer wurde auf Vorschlag der Landesgruppe Hessen von den Delegierten zum Ehrenpräsident gewählt. Durch Beschluß des erweiterten Vorstandes wurde die regionale Schulung für Richter und Zuchtwarte eingeführt.

36, Generalversammlung 1969

Am 22. Juni 1969 fand die 36. Generalversammlung in Frankfurt-West statt. Zum neuen Hauptvorstand wurden gewählt: Herbert Bitter, 1, Präsident, Heinz Bialkowsky, 2. geschäftsführender Präsident, Oskar Henze, Zuchtbuchführer, Werner Jäger, Hauptzuchtwart und Richterobmann, Rudolf Schmidt, Schatzmeister und Josef Hennecke als Schriftleiter. Auf dieser Generalversammlung wurde einstimmig die Einführung des „Mittelspitzes“ beschlossen. Gleichzeitig wurde bekanntgegeben, daß die FCI den Standard für Deutsche Spitze auf Grund der neuen Satzungen anerkannt hat.


 

Quellen
70 Jahre Verein“ für Deutsche Spitze e.V. - Joseph Hennecke, Köln
Fortsetzung der Vereinsgeschichte ab 1922 von H. Sassenberg, Troisdorf
[1] Der Deutsche Spitz in Wort und Bild, Band I, Seite 31
[2] Sassenberg zum Mittelspitz, Vereinsnachrichten 10/1950
[3] Mitteilungen Der Deutsche Spitz 10/1934